KetoStory von Leon L. (9), dem tierliebenden Naturfreund

Mit der ketogenen Diät ist Leons Leben wieder so viel lebenswerter geworden! Leon spielt nun sehr gern wieder an der frischen Luft, baut mit Vergnügen im Sand Burgen und liebt seine Ponydame Regentin.

Lesen Sie, wie sein Weg bis dahin war.

„Leons Leben ist wieder lebenswert!“

Hier sehen Sie, wie Leon und seine Familie den Alltag mit der ketogenen Diät meistert, was sich durch die Diät verändert hat und wie aktiv Leon nun wieder am Leben teilnimmt.

Das Interview führten wir mit Leons Mutter.

Der erste Anfall

Leon war bereits als Baby auffällig und auch die weitere Entwicklung verlief nicht wie bei anderen Kindern. Bereits als Kleinkind hatte er Absencen. Im weiteren Verlauf kamen immer mehr epileptische Anfälle in geringeren Abständen hinzu. Nach katastrophalen Wochen, zahlreichen Klinikaufenthalten, Untersuchungen und Medikamentengaben wurden wir, vor Weihnachten 2015, mit einer schlechten Prognose nach Hause entlassen und Leons Lebensqualität wurde in Frage gestellt.  

Die ketogene Ernährungstherapie und der Start

Hilfesuchend im Internet und mich auch auf mein eigenes Gefühl verlassend, wollte ich als Mutter etwas für Leon tun. Ich habe seine Ernährung verändert und gehofft, dass es für ihn gut ist. Der Start war das klassische Weihnachtsmenü der Deutschen, Wiener Würstchen. Diese pürierte ich und ergänzte Fett und Leon aß es mit Genuss. Kurz darauf ging es Leon bereits besser. Nach Weihnachten und ermutigenden Gesprächen mit den betreuenden Neuropädiaterinnen Dr. Steffi Patzer und Dr. Annika Wiederanders des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara, Halle/Saale starteten wir dann gemeinsam mit der klassischen ketogenen Ernährungstherapie. Mit Hilfe der erfahrenen Ernährungsfachkraft, Melanie Müller, und zahlreichen Rezepten setzten wir die Diät um. Das ketogene Verhältnis haben wir langsam auf eine Ratio von 2,5:1 (d.h. 2,5g Fett: 1g Kohlenhydrate + Eiweiß) gesteigert und Frau Müller hat unsere vielen Fragen geduldig beantwortet. Der Einkauf war erst einmal schwierig. Ich las mich in Zutatenlisten auf Lebensmittelverpackungen ein und habe stundenlang im Supermarkt nach passenden Lebensmitteln mit wenig Kohlenhydraten und viel Fett gesucht. Zudem arbeitete ich mich, nach anfänglichen Mühen, gut in das Berechnungsprogramm „MeinKetoplaner“ ein und nun “schüttle ich es aus dem Handgelenk“.

Leon ging es rasch sehr viel besser, er zog sich innerhalb der ersten Tage nach Diätbeginn bereits wieder, an der Couch fassend, nach oben und konnte auf seinen eigenen Beinen stehen. Dies war zuvor nicht mehr möglich. Tosender Applaus von uns folgte.

„Leon war eigenartig klar und nahm am Leben wieder teil.“

Seit dieser Zeit hat sich die Anfallssituation von Leon verbessert und ist kontrollierbarer geworden. Zudem ist sein EEG eindeutig besser als zuvor.

Meine KetoStory

Die ketogene Diät ist Neuland für uns und eine Herausforderung. Aber mit Hilfe der Ärztinnen in der Klinik und der kompetenten Unterstützung durch Frau Müller haben wir die Diät erfolgreich umgesetzt. Leon ging es von Tag zu Tag besser und es funktionierte vieles wieder, was er verlernt hatte, wie z.B. das Laufen.

„Der Tag als Leon wieder „Mama“ und „Papa“ sagen konnte, war ein Freudentag für uns!“

Zudem konnte Leon wieder in den Kindergarten gehen und alle haben sich, nach seiner Rückkehr, auf ihn riesig gefreut. Speisepläne stimmte ich mit dem Kindergarten ab bzw. gab das Essen mit. Jetzt in der Schulzeit frühstückt er zu Hause und nimmt nur das Mittagessen mit. Für Leon ist „sein“ Essen selbstverständlich und er macht auch „keinen Hehl“ daraus. Leon ist zum Glück kein Kostverächter, meckert auch mal, aber meist isst er sein Essen auf. KetoCal LQ kennen wir auch und Leon hat es bereits mehrfach getrunken oder ich habe mit dem KetoCal-Pulver z.B. Pizza damit gebacken.

Mit anderen Müttern stehe ich in ständigem Kontakt, wir tauschen uns in einer WhatsApp-Ketogruppe aus, wie es den Kindern geht und besprechen neue Rezeptideen. Bei Frau Müller kochen und backen wir auch mal gemeinsam und ich bin nicht allein. Ich entwickle immer wieder gern neue Rezepte, wie z.B. den fruchtig-sahnigen Erdbeerkuchen und finde auch neue Lebensmittelalternativen im Supermarkt. Auch Facebook nutzte ich nun vermehrt für Kontakte.

„Leon muss auf nichts verzichten.“

Ein Versuch ist es wert, auch wenn es nicht immer leicht ist, es Leon schmackhaft zu machen, aber es gibt heutzutage viele Möglichkeiten und auch das Klinikteam stand und steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Es wäre schön, wenn alle Familien eine gute Unterstützung in der Klinik erhalten, mit ihnen viel geübt wird und alle Fragen geklärt werden.

„Leon hat seine Lebensfreude und sein Lebenswillen wieder zurück und das freut uns ganz arg!“

„Vielen lieben Dank an das Team der Klinik für ihren unermüdlichen Einsatz und die Hilfe.“

„Durchhalten fürs Kind! Das ist das Wichtigste.“

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